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Projekt Sonnenstrahl

Geschichte

Seinen Anfang nahm das Projekt im Jahr 1987. In der Gemeinde La Zurza, einem Armenviertel in Santo Domingo, wurde eine Schule für behinderte Kinder gegründet. In der ‚Kleinen Schule Sonnenstrahl' (Escuelita Rayo de Sol) wurden seither Kinder und Jugendliche individuell pädagogisch betreut und ihren Fähigkeiten und Talenten entsprechend gefördert. Die ‚Kleine Schule' sollte die Verwahrlosung und Ausgrenzung dieser Kinder beenden und einen Beitrag zur Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft leisten. Später kamen weitere Unterstützungsmaßnahmen wie der Werkstattbereich und das Mikrokreditprogramm hinzu. Aus der ‚Kleinen Schule' wurde das Projekt Sonnenstrahl.

Die Psychologin und Pädagogin María Jacinta Torres war eine der Initiatorinnen des Projekts Sonnenstrahl und ist seither dessen Leiterin. Ihr langjähriges Engagement geht zurück auf die erschütternde Begegnung mit einem kleinen behinderten Mädchen, welches angekettet an ein Tischbein und in völliger Verwahrlosung ihr Dasein fristete. In Zusammenarbeit mit Eltern behinderter Kinder und mit Freunden aus der Pfarrgemeinde baute sie in den folgenden Jahren das Projekt Sonnenstrahl auf.

Das Projekt wurde über mehrere Jahre von der Caritas Schweiz unterstützt.

Das Projekt Sonnenstrahl heute

Gegenwärtig werden in den beiden Schulen des Projekts Sonnenstrahl zirka 260 Kinder und Jugendliche von mehreren Pädagogen, Physio- und Sprachtherapeuten betreut. Die Eltern der Kinder werden mittels Einzelgesprächen, Gruppenarbeit und Hausbesuchen begleitet und für die optimale Förderung ihrer Kinder geschult. Der integrative Charakter des Projekts zeigt sich in der Erweiterung seines Aufgabenbereichs über die Schulbildung hinaus. In einer Werkstatt werden berufliche Fähigkeiten vermittelt. Das in den frühen neunziger Jahren initiierte Kleinkreditprogramm gewährt den Jugendlichen und ihren Eltern ein günstiges Darlehen zur Gründung eines kleinen Unternehmens. Derzeit existieren 33 Kleingewerbe, die durch das Projekt Sonnenstrahl eine Anschubfinanzierung erhielten.

Ein wichtiges Anliegen ist es, das Projekt Sonnenstrahl lokal zu verankern. So arbeitet die Schule mit der Elternvereinigung zusammen, unterhält Kontakte mit kirchlichen und politischen Institutionen sowie mit lokalen Unternehmen und internationalen Partnern. Kürzlich wurde die ‚Stiftung Kleine Schule Sonnenstrahl' (Fundacion Escuelita Rayo de Sol) gegründet. Ihr Ziel ist es, auf lokaler Ebene die Akzeptanz für das Projekt zu fördern und Spenden zu sammeln.